VEREINBARUNG ÜBER ZUSAMMENARBEIT

Zwischen der Ruhr-Universität Bochum, vertreten durch den Rektor, Herrn Prof. Dr. Günter Ewald, Bochum, Universitätsstraße 150, und der Industriegewerkschaft Metall für die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Eugen Loderer, den 2. Vorsitzenden, Herrn Hans Mayr, und Herrn Hans Preiss, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, alle Frankfurt am Main, Wilhelm-Leuschner-Straße 79-85, wird folgende Vereinbarung geschlossen:

§1 Die Vereinbarung beruht auf dem Grundsatz derGleichberechtigung der Vertragschließenden.
Diese verpflichten sich zur Zusammenarbeit auf der Ebene der Einrichtungen der
Ruhr-Universität Bochum und des IG-Metall-Bildungszentrums Sprockhövel im Rahmen
der Bestimmungen dieses Vertrages und der ihnen gesetzlich bzw. satzungsgemäß übertragenen
Aufgaben.

§2 Die Ruhr-Universität Bochum und die Industriegewerkschaft Metall für die Bundesrepublick
Deutschland bekräftigen mit dieser Vereinbarung ihr gemeinsames Interesse an einer
zukunftsweisenden Bildungsarbeit und Bildungspolitik. Sie sind an einer verstärkten Hinwendung der Wissenschaft zu Problemen interessiert, die sich aus den Lebensverhält- nissen der abhängig Beschäftigten und deren Arbeitsbedingungen im Betrieb sowie
unmittelbar am Arbeitsplatz ergeben.

§3 Mit der Durchführung des Vertrages wird von seiten der Industriegewerkschaft Metall
das IG-Metall-Bildungszentrum Sprockhövel, 4322 Sprockhövel, Otto-Brenner-Straße 100,
beauftragt.

§4 Die Ruhr-Universität Bochum verpflichtet sich im Rahmen der ihr gegebenen Möglichkeiten
von Forschung und Lehre zur Zusammenarbeit mit der IG Metall bei der Erfüllung von deren
Aufgaben im IG-Metall-Bildungszentrum Sprockhövel.

§5 Die Industriegewerkschaft Metall verpflichtet sich, die aus ihrer praxisbezogenen
Arbeit im IG-Metall- Bildungszentrum Sprockhövel sich ergebenden Erfahrungen und
Fragestellungen soweit wie möglich für Forschung und Lehre an die Ruhr-Universität
Bochum heranzutragen und vorhandenes Material zur Verfügung zu stellen.

§6 Die Vertragschließenden werden, wenn es sich als notwendig erweist, in regelmäßigen
gemeinsamen Veranstaltungen Fragestellungen, Projekte und Ergebnisse der Zusammenarbeit
erörtern.

§7
Zur Durchführung und Sicherung der Vereinbarung beschließen die Vertragschließenden
die Schaffung eines Kuratoriums, das mit je sechs Vertretern zu besetzen ist.
Die Vertragschließenden benennen ihre Vertreter sowieje zwei ständige Stellvertreter
im Kuratorium auf die Dauer von zwei Jahren. Eine Wiederbenennung ist zulässig.
Das Kuratorium wählt aus seiner Mitte jeweils für ein Jahr einen Vorsitzenden, dessen
Zugehörigkeit zu den Vertragsschließenden turnusgemäß wechseln soll. Die Wahl muß von
den Vertragschließenden bestätigt werden.
Das Kuratorium beschließt mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Es gibt sich eine Geschäftsordnung.
§8 Diese Vereinbarung tritt am Tage nach der Unterzeichnung in Kraft.